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Abbildung 1: Mechanismus
Elektrolyt-Polymer-Gele bestehen aus einer Polymermatrix mit
ionisierbaren Gruppen, die von einer salzhaltigen Lösung
durchdrungen ist. In Experimenten wurde beobachtet, daß
Elektrolyt-Polymer-Gele bei Stimulation durch elektrische Felder,
pH-Wertänderung u.ä. starken geometrischen Veränderungen
unterworfen sind. Diese Eigenschaft macht Elektrolyt-Polymer-Gele zu
außerordentlich interessanten Werkstoffen, die etwa für Anwendungen
in der Robotertechnik oder im Flugzeugbau geeignet sein könnten
(Stichwort ,,Künstlicher Muskel'', siehe Abb. 2). Hierzu ist einerseits ein
genaueres Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen,
andererseits eine ausreichende quantitative physikalische Modellierung
notwendig.
Qualitative Kenntisse über Polymer-Gele gibt es schon seit längerem.
Der Polymer-Chemiker Flory gab bereits 1950 eine Erklärung für die
außergewöhnlichen Eigenschaften dieser Stoffe: Bei der Stimulation
durch äußere Reize werden durch Ionendiffusion zum Teil dramatische
Konzentrationsunterschiede und damit osmotische Druckdifferenzen hervorgerufen
(siehe Abb. 1).
Diese sind dafür verantwortlich, daß Lösungsmittel ins Gel
eindringt oder vom Gel abgegeben wird, was die angesprochenen geometrischen
Veränderungen hervorruft.
Abbildung 2: Funktionsschema des Muskels
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